Mai Recap 2026: Turnierstart, mein Bauchgefühl und Kurzurlaub

Mai Recap 2026: Turnierstart, mein Bauchgefühl und Kurzurlaub

Der Mai hatte einiges zu bieten: Die Mädels sind ins erste Turnier des Jahres gestartet, nach langer Vorarbeit sind wir auf Krümel gesessen, und zwischendurch haben mir gleich zwei kaputte Fahrzeuge einen willkommenen Kurzurlaub beschert. Wie immer gibt’s hier den ehrlichen Rückblick auf einen ereignisreichen Monat im Aktivlernstall Pferdeglück.

Turnierstart mit den Mädels

Anfang Mai war es mal wieder an der Zeit, die weiße Reithose herauszusuchen, denn es ging aufs Turnier. Allerdings nicht für mich, sondern für die Mädels. Sie starteten mit meinem Lehrmeister Keks in einem Reiterwettbewerb (Schritt, Trab, Galopp) und einem Mini-Springen. Im Mini-Springen landete Keksi mit seiner Reiterin im Mittelfeld – und das war auch total gerechtfertigt, denn die Reiterin hat es nicht so richtig geschafft, den Gang reinzubekommen. Keks ist beim Springen kein Selbstläufer, man muss ihn wirklich vorwärts reiten. Aber meine Güte, das war das erste Mal, und da spielte auch jede Menge Aufregung mit rein. Dafür haben die beiden das super gemeistert.

Im Reiterwettbewerb war ich mal wieder erschrocken, dass wirklich jedes Pferd Ausbinder trug und zwei Kinder sogar mit Sporen ritten. In einem Reiterwettbewerb. Ich weiß manchmal gar nicht, was ich dazu sagen soll. Die Wertung hat mich dann auch etwas überrascht, oder besser gesagt: Sie war für mich nicht nachvollziehbar. Eine Reiterin hat es nicht geschafft, ihr Pferd anzugaloppieren, und bekam am Ende trotzdem den 3. Platz. Wie kann das sein? Wenn ich beim Springen einen Sprung auslasse, bin ich raus. Wie kann es dann sein, dass man in der Dressur noch den 3. Platz bekommt, obwohl eine Gangart komplett gefehlt hat?

Recap Mai 2026

Warum wir aufs Turnier fahren

Wegen der Pommes. Spaß beiseite. Ich bin früher zahlreiche Turniere geritten und finde, dass es sowohl für den Reiter als auch für das Pferd eine super Möglichkeit ist, wertvolle Erfahrungen zu sammeln – eine Möglichkeit, die ich den Mädels nicht vorenthalten möchte. Natürlich müssen dafür gewisse reiterliche Grundlagen da sein, denn auch meine Pferde sind auf dem Turnier keine Selbstläufer.

Da der Turniersport und vor allem die damit verbundenen Bewertungen nicht immer mit meinen Ansichten übereinstimmen, bekommen meine Mädels vorher immer die Ansage: Es geht nicht darum, eine Schleife zu gewinnen, und mein Urteil zählt mehr als das der Richter. Wenn ich mit den Mädels zufrieden bin, haben sie alles richtig gemacht.

Endlich: Erstes Aufsitzen bei Krümel

Bereits im April-Recap habe ich berichtet, warum ich mein neues Pferd – das eigentlich schon geritten ist – noch nicht reite. Falls du den Recap noch nicht kennst: April Recap 2026

Ich bin definitiv ein Mensch, der auf sein Bauchgefühl hört. Und während es im März und April einfach noch nicht passte, änderte sich dieses Gefühl im Mai. In den Wochen zuvor hatte ich immer den Eindruck: Es gab ihn, und es gab mich. Gerade in unbekannten Situationen achtete er gar nicht auf mich und zog fröhlich sein Ding durch. Aber nach und nach platzte der Knoten, und vieles wurde immer selbstverständlicher: an der Kuhherde vorbeizugehen, ohne nach vorne zu stürmen, an der Longe nicht einfach auf der Hinterhand zu drehen und ungefragte Handwechsel zu machen, und beim Angaloppieren nicht jedes Mal loszubocken.

Das schönste Gefühl für mich war aber, dass Krümel immer mehr anfing, auf mich zu achten und sich an mir zu orientieren. Mein Bauchgefühl sagte mir: Jetzt ist es an der Zeit, mit dem Reiten zu starten. Langsam, behutsam und mit ausschließlich positiven Erlebnissen.

Recap Mai 2026

Quad kaputt, Fahrrad kaputt, ich mache jetzt Kurzurlaub

Ende Mai schlug dann das normale Leben etwas zu. Erst war unser Quad kaputt, welches ich für diverse Arbeiten im Stall dringend brauche, und anschließend das Fahrrad. Zeit für einen Kurzurlaub. Ein Blick in den Kalender bestätigte mir, dass ich über das Pfingstwochenende keinerlei Termine hatte. Eigentlich ist das ungewöhnlich, denn normalerweise gibt es auf dem Hof Feriengäste, die auch Reitkinder mitbringen. Dieses Jahr wohl nicht, und so beschloss ich kurzerhand, zusammen mit meiner Tochter ein verlängertes Wochenende auf Rügen zu verbringen.

Die kleine Auszeit tat unheimlich gut, und motiviert geht es nun in die letzten Wochen bis zu den Sommerferien.

Was sonst noch so los war

✔️ erster großer Ausritt des Jahres (18 km!)

✔️ ganz viel Koppelzeit für die Pferde

✔️ Bambini-Stalltage (Kinder von 3-6 Jahre)

✔️ Katze belagert den Reitplatz

Recap Mai 2026

    Recap Mai 2026

    Neu erschienene Blogbeiträge

    Hier kannst du die im Mai erschienen Blogbeiträge nachlesen:

    Zum Weiterlesen:
    April Recap 2026: Zwischen Laufeinheit und Vertrauensarbeit
    Hilfe, mein Pferd läuft schief!

    Ausblick auf den Juni

    Im Juni steht der Impftermin für die Pferde an, und ich werde mit Möppi zum Trainer-B-Vorbereitungslehrgang fahren. Außerdem muss ich endlich damit anfangen, die wuchernde Brombeere aus den Stromzäunen zurückzuschneiden. Und mal sehen, was sonst noch so passiert.

    Recap Mai 2026
    April Recap 2026: Zwischen Laufeinheit und Vertrauensarbeit

    April Recap 2026: Zwischen Laufeinheit und Vertrauensarbeit

    Manchmal sind es gar nicht die großen Ereignisse, die einen Monat besonders machen. Manchmal sind es die kleinen Momente, die einem noch lange im Gedächtnis bleiben. Im April gab es davon einige: einen Ausritt, bei dem ich unfreiwillig zur Joggerin wurde, einen Haflinger mit klaren Vorstellungen vom Thema Wasser, ein Kräuterprojekt mit einer Reitschülerin und viele kleine Schritte im Training mit Krümel. Außerdem wurde im Stall natürlich wieder fleißig gelernt, gearbeitet und gelacht.

    Wenn der Ausritt zur Laufeinheit wird

    An einem Dienstag holte ich meine Tochter Janne früher aus der Schule ab und wir fuhren in den Stall. Sie hatte sich gewünscht, mit Paulchen ausreiten zu gehen. Gesagt, getan. Wir putzten Paulchen, kratzten die Hufe aus und sattelten ihn.

    Janne ritt also los und ich lief nebenher. Wir ritten an den See und dann über kleinere Wege auf die großen Wiesen bei uns auf dem Hof Medewege. Auf den kleinen Waldwegen lag Janne mir bereits in den Ohren, dass sie gerne traben möchte. Das machten wir. Sie trabte, ich im Laufschritt nebenher. Dann wieder Schritt. Zugegebenermaßen auch zu meiner Erholung. Janne rief aber direkt: „Nochmal“. Also ging es weiter im Trab und ich fing langsam an zu bereuen, dass ich feste Stallschuhe und keine Turnschuhe anhatte.

    Recap April 2026

    Da Paulchen absolut brav war und Janne reiterlich alles gut umsetzen konnte, entschied ich, dass Janne versuchen sollte, voraus zu traben. Das Antraben war etwas holprig, aber sie bekam es hin. Sie trabte bis zu einem bestimmten Punkt, den wir vorher vereinbart hatten, und parierte dann wieder durch. Das wiederholten wir ein paar Mal, bis Paulchen sich einmal die Zügel mopste, um kurz danach anzuhalten, weil dort ein Grasbüschel zu erhaschen war. Janne schnappte sich die Zügel und unterband das Fressen sofort.

    Abgesehen davon, dass ich am Ende komplett aus der Puste war und die falschen Schuhe anhatte: Wie toll bitte ist mein Pony? Der Kleine kann ja schon frech sein, aber er hat das so brav gemacht und es war tatsächlich auch das erste Mal, dass ich jemanden mit Paulchen „so frei“ im Gelände habe reiten lassen.

    Warum ich die Kinder nicht als Handpferd mitnehme

    Ich werde oft gefragt, warum ich die Kids nicht als Handpferd mit ins Gelände nehme. Die Antwort ist einfach: Es ist mir zu unsicher. Wenn ich am Boden mitlaufe, dann kann ich besser eingreifen, als würde ich selbst auf dem Pferd sitzen.

    Natürlich kann ich nicht alles verhindern. Mein Ziel ist es aber, das Risiko so weit wie möglich zu reduzieren und den Kindern gleichzeitig sichere Erfahrungen im Gelände zu ermöglichen.

    Fürs Foto steht er dann gleich perfekt

    Von wem rede ich hier wohl? Natürlich von keinem anderen als Möppi. Mein Haflinger Möppi ist bekanntlich mein Scherzkeks im Stall, wenn auch ein liebenswerter. Er hat stets eine eigene Meinung zu allem, was wir tun.

    Wir waren ausreiten am See. Wenn ich Wasser sehe, dann kann ich nicht anders, dann muss ich da mit den Ponys rein. Ist ja schließlich auch eine gute Übung für die Pferde. Möppi geht grundsätzlich nicht ins Wasser. Zumindest nicht vorwärts. Ich weiß nicht, wieso, aber er macht es einfach nicht – und das konsequent seit Jahren. Stelle ich ihn aber am Wasser hin und reite ihn rückwärts hinein, dann ist das kein Problem.

    Wie sagte Juliane so schön: „Fürs Foto steht er dann gleich perfekt.“

    So viel also zum Thema Wassertraining. Vorwärts ins Wasser? Auf gar keinen Fall. Rückwärts? Kein Problem.

    Girls Day im Aktivlernstall Pferdeglück

    Ebenfalls im April war der Girls Day. Dieses Mal war eine meiner Reitschülerinnen zu Besuch. Zusammen hatten wir uns ein richtiges Projekt vorgenommen. Wir wollten den Pferden eine Kräuterkiste bauen.

    Vor ein paar Jahren hatten wir schon einmal ein Kräuterbeet für die Pferde angelegt. Der Versuch ist sprichwörtlich in die Hose gegangen, denn die Pferde haben einfach alles zertrampelt.

    Nun also ein neuer Versuch mit einer Kräuterkiste. Aus Holz, das ich ohnehin noch übrig hatte, bauten wir eine Box. Diese wurde von außen noch mit Wetterschutzlasur angestrichen und anschließend mit Erde befüllt. Eigentlich wollte ich fertige Pflanzen kaufen. Da es diese aber im Baumarkt nicht gab, haben wir Folgendes ausgesät:

    • Ringelblume
    • Kamille
    • Petersilie
    • Minze
    • Fenchel

    Zum Weiterlesen:
    Wissenswertes zu Kräutern für Pferde

    Damit die Pferde dann nicht gleich alles herausrupfen, bevor die Pflänzchen angewachsen sind, haben wir zwischen Erde und Schutznetz gut 20 cm Platz gelassen. Nun heißt es Daumen drücken, dass alles anwächst und die Pferde unsere Kräuterkiste annehmen. Und vor allem nicht zerstören.

    Recap April 2026

    Vertrauensarbeit statt Reiten

    Bereits im März habe ich das Training mit meinem neuen Pferd Krümel aufgenommen, aber im vergangenen Recap noch nicht berichtet, was ich aktuell mache und wo mein Fokus liegt.

    Krümel ist ein Pferd, das bereits angeritten ist, aber von einer abgeschlossenen Grundausbildung würde ich noch nicht sprechen. Natürlich darf man auch nicht vergessen, dass für ihn hier erstmal alles neu ist. Neuer Stall, neue Pferde, neuer Mensch, neuer Reitplatz, neues Gelände.

    Mir ist es total wichtig, dass ein so junges Pferd ganz viele positive Erfahrungen macht – vor allem mit mir, denn ich möchte da oben irgendwann draufsitzen. Mir würde es nichts bringen, wenn ich nach ein paar Tagen einen Sattel anschleppe, um anzufangen, ihn zu reiten. Schließlich könnte er immer sagen: „Äh nein, ich kenne dich überhaupt nicht.“ Zumal er ja auch nicht aus einem laufenden Reitbetrieb kommt, wo er viel mit wechselnden Reitern zu tun hatte oder es gewohnt war, mehrfach in der Woche geritten zu werden.

    Gerade bei jungen Pferden bin ich der Meinung, dass Vertrauen nicht entsteht, weil man etwas fordert, sondern weil man sich die Zeit nimmt, gemeinsam Erlebnisse zu sammeln.

    Alles ist ein Prozess und wir gehen diesen Weg Schritt für Schritt. Im April lag mein Fokus weiterhin im Vertrauensaufbau mit Bodenarbeit, ausgedehnten Spaziergängen und der Arbeit an der Longe. Insbesondere an der Longe hatten wir zwischenzeitlich auch echte Missverständnisse und es ging nochmal ein paar Schritte zurück. Und das ist auch vollkommen in Ordnung.

    Was sonst noch so los war

    Neben den größeren Projekten gab es natürlich noch viele weitere schöne Momente im Stall:

    ✔️ erste Ausritte im Reitunterricht

    ✔️ Voltigieren im Reitunterricht

    ✔️ Arbeitseinsatz mit den Einstellern

    ✔️ Neue Weideflächen auf der Obstbaumwiese (natürlich nur bis zur Apfelreife)

    ✔️ frische Knabberäste für die Pferde

    Recap April 2026
    Recap April 2026

    Neu erschienene Blogbeiträge

    Hier kannst du die im April erschienen Blogbeiträge nachlesen:

    Zum Weiterlesen:
    März Recap 2026: Der Stall erwacht aus dem Winterschlaf
    Die Hilfengebung beim Reiten einfach und anschaulich erklärt

    Ausblick auf den nächsten Monat

    Im Mai werden wir die letzten Pferde final anweiden und die bereits angeweideten Pferde gehen auf die großen Koppeln. Außerdem steht das erste kleine Turnier des Jahres an, und eine kleine Auszeit für mich an der Ostsee.

    Zudem bin ich gespannt, wie sich unsere Kräuterkiste entwickelt und welche Fortschritte Krümel im Mai machen wird. Langweilig wird es jedenfalls nicht.

    Recap April 2026
    März Recap 2026: Der Stall erwacht aus dem Winterschlaf

    März Recap 2026: Der Stall erwacht aus dem Winterschlaf

    Nach einem Februar voller Schnee, Frost und Zwangspause kam im März endlich Bewegung zurück in den Stallalltag. Die ersten warmen Tage fühlten sich fast ein bisschen wie ein Neustart an. Die Pferde standen wieder länger in der Sonne, die Reitkids kamen zurück in den Stall und plötzlich war da wieder Leben auf dem Reitplatz.

    Nach fast acht Wochen wetterbedingter Pause hieß es allerdings erst einmal: langsam wieder antrainieren.

    Zurück im Stallalltag

    Nachdem uns der Februar temperaturtechnisch noch ordentlich in Schach gehalten hatte, ging es im März endlich bergauf. Es wurde wärmer, die Pferde sogten jeden Sonnenstrahl auf, und damit starteten auch die Reitkurse wieder.

    Da die Pferde diesen Winter wetterbedingt eine fast achtwöchige Pause hatten, hieß es allerdings erst einmal: antrainieren.

    Zum Weiterlesen:
    11 Tipps für das Antrainieren deines Pferdes nach einer Pause

    Da ich den Reitunterricht aber nicht noch länger pausieren lassen wollte, beschloss ich kurzerhand, das Antrainieren gemeinsam mit den Reitkids im Unterricht zu gestalten. Ein spannendes Thema, mit dem sich eigentlich jeder Pferdebesitzer auseinandersetzen sollte. Denn eine unfreiwillige Pause kann schneller entstehen, als einem lieb ist.

    März Recap 2026

    Auf diesen Moment habe ich sieben Jahre gewartet

    Vor fast acht Jahren war ich das erste Mal schwanger. Über meine Erfahrungen als schwangeres Pferdemädchen habe ich damals sehr ausführlich berichtet und einige Jahre später sogar noch einen Kurs zu diesem Thema herausgebracht.

    Zum Kurs:
    Pferd und Schwangerschaft – Das wird fabelhaft!

    Diese Erfahrungsberichte könnte ich dir auch heute noch genauso geben. Mittlerweile sind meine Kinder zwar 7, 5 und 2 Jahre alt, aber mit Kindern wird es eben nie langweilig.

    Als Pferdemädchen habe ich mir natürlich immer gewünscht, irgendwann „Reitzeit“ mit meinen Kindern teilen zu können. Im März kam dann tatsächlich der Tag, auf den ich so lange gewartet habe. Meine große Tochter und ich fuhren gemeinsam in den Stall, putzten Keks und bereiteten ihn zusammen fürs Reiten vor. Janne führte Keks zum Reitplatz und ich half ihr beim Aufsteigen.

    Ganz alleine ritt sie Keks im Schritt über den Reitplatz. Danach tauschten wir und ich bewegte Keks noch im Trab und Galopp. Zum Abschluss durfte Janne noch einmal traben und das Schrittreiten übernehmen. Für den einen oder anderen klingt das wahrscheinlich nach einer Kleinigkeit. Für mich war es allerdings ein ganz besonderer Moment.

    Der nächste Meilenstein ist dann wohl, dass wir irgendwann gemeinsam ausreiten gehen.

    Nein, wir haben nichts zu verbergen!

    Mit den ersten Sonnenstrahlen zog es wieder mehr Besucher auf den Hof Medewege, zu dem auch der Aktivlernstall Pferdeglück gehört. Wir freuen uns grundsätzlich über jeden Besucher auf dem Hof – sei es im Café bei einem Stück Kuchen, im Hofladen oder als Zuschauer am Reitplatz.

    Was mich allerdings schon seit Jahren stört, ist das Fotografieren und Filmen am Reitplatz. Nicht, weil wir etwas zu verbergen hätten. Nicht, weil wir Methoden anwenden, die den Pferden gegenüber unfair wären. Sondern weil wir alle, und insbesondere die Kinder, Persönlichkeitsrechte haben.

    Ich finde es ehrlich gesagt unmöglich, dass Menschen heutzutage ständig einfach das Handy draufhalten müssen. Ich käme niemals auf die Idee, fremde Kinder ungefragt zu filmen oder zu fotografieren. Und da man so etwas einfach nicht macht, einige Menschen das aber offenbar doch nicht wissen, ziert nun ein neues Schild unseren Reitplatz.

    Was sein muss, muss eben sein.

    März 2026 Recap

    Was sonst noch so los war

    ✔️ Familiensonntage im Stall

    ✔️ erster Stalltag des Jahres mit dem Thema Geschicklichkeitsparcours

    ✔️ Trainingsbeginn mit meinem neuen Pferd Krümel (hierzu mehr im April Recap)

    ✔️ Finalisierung von „Raus aus dem Trott“, einem Impulsgeber für dein Training, der zu Ostern als digitale Version erscheint

    März 2026 Recap

    Ausblick auf den April

    Im April steht Ostern vor der Tür und ich freue mich schon sehr auf die Mädels aus Berlin, die jedes Jahr zum Reiten zu uns kommen. Außerdem werden wir die neue Koppelsaison vorbereiten. Die Zäune kontrollieren, die Pferde anweiden und alles frühlingsfit machen.

    Und natürlich möchte ich das Training mit Krümel weiter vertiefen.

    März 2026 Recap
    Februar Recap 2026: Ich habe ein Pferd gekauft!

    Februar Recap 2026: Ich habe ein Pferd gekauft!

    Unverhofft kommt oft: Ich habe ein Pferd gekauft. Eigentlich habe ich das Pferd schon Ende Januar gekauft, aber mein neues Familienmitglied ist erst Anfang Februar bei mir eingezogen. Warum der Kauf kurz zu scheitern drohte, wieso es genau dieses Pferd geworden ist und was im Februar sonst noch los war, erfährst du in diesem Monatsrückblick.

    Ich habe ein Pferd gekauft

    Ob das ein bisschen verrückt klingt? Vielleicht.

    Denn es ist ein junges Pferd, das noch nicht so viel kann und erst noch eine Ausbildung zum verlässlichen Kinderpony braucht. Aber, und das ist entscheidend, die Grundlagen sind da. Und er bringt unglaublich viel mit, um ein tolles Pferd für die Kinder hier im Aktivlernstall Pferdeglück zu werden.

    Der Einzug von Krümel sollte eigentlich schon im Januar stattfinden, war aber aufgrund der Wetterverhältnisse nicht möglich. Im Februar war es dann endlich so weit. Zusammen mit meinem Vater ging es nach Brandenburg zu Maj vom Instagram-Account @majdressage, und wir holten das neue Familienmitglied ab. Und ja: Ich habe sozusagen ein Influencer-Pferd gekauft.

    Ich kenne Maj schon seit vielen Jahren, wir haben uns oft intensiv ausgetauscht, und sie hat mir all meine Fragen ehrlich beantwortet. Ihr liegt sehr viel daran, dass ihre Pferde in gute Hände kommen. Der beste Beweis dafür: Sie hat sich im Kaufvertrag ein Vorkaufsrecht gesichert.

    Februar Recap 2026

    Warum der Kauf kurz zu scheitern drohte

    Ich möchte auch ehrlich erzählen, dass der Kauf von Krümel kurz auf der Kippe stand. Majs Eltern wollten nicht, dass Krümel in eine Reitschule kommt. Und ganz ehrlich? Ich kann das absolut nachvollziehen.

    Ich versuche zwar, so gut wie möglich zu zeigen, dass ich es im Aktivlernstall Pferdeglück anders mache. Dass hier keine Pferde ausgebeutet werden. Dass es den Pferden wirklich gut geht. Und dass die Kinder hier nicht zu Turnierreitern „gemacht“ werden sollen, sondern zu den Pferdemenschen von morgen – mit allem, was dazugehört.

    Hier gibt es keine Schulpferde. Hier gibt es Familienmitglieder. Und die stehen immer an erster Stelle.

    Am Ende des Tages ist der Aktivlernstall Pferdeglück aber trotzdem eine Reitschule. Und das oft traurige Bild von Reitschulen sitzt nach wie vor tief in den Köpfen vieler Menschen. Pferde, die täglich mehrere Stunden im Unterricht laufen müssen.
    Pferde, die selten einen Tierarzt sehen. Pferde, die mit unpassender Ausrüstung geritten werden. Pferde, die trotz körperlicher Beschwerden eingesetzt werden. Ich könnte die Liste noch lange fortsetzen.

    Das sind leider keine Einzelfälle.

    Es gibt nach wie vor zu wenige Reitschulen mit wirklich durchdachten und pferdegerechten Konzepten. Der Aktivlernstall Pferdeglück gehört für mich ganz klar dazu. Und ich bin Maj und ihren Eltern unglaublich dankbar für ihr Vertrauen. Ich werde alles dafür tun, dass Krümel hier ein richtig gutes Leben hat.

    Der heimliche Star dieses Winters

    Es ist verrückt, diese Zeilen zu schreiben, während draußen schon der Frühling angekommen ist. Denn der Februar war geprägt von wochenlangem Dauerfrost und Schnee. Der heimliche Star dieses Winters: unser Paulchen.

    Gleichzeitig war er auch mein besttrainiertes Pferd in dieser Zeit. Während die „Großen“ aufgrund der Witterung pausieren mussten, waren wir mit Paulchen regelmäßig unterwegs – und zwar beim Schlittenfahren. Und nicht nur wir hatten dabei unglaublich viel Spaß. Ich bin mir ziemlich sicher: Paulchen hat ein neues Hobby entdeckt.

    Man könnte fast sagen, ich freue mich schon auf den nächsten Winter. Aber auch nur fast.

    Februar Recap 2026

    Unsere Schlittenkonstruktion ist noch nicht perfekt. Es fehlt noch ein Ortscheid – aber auch ich wäge hin und wieder ab, was wirklich notwendig ist und was nicht. Ich kann an einer Hand abzählen wie oft wir in den letzten 5 Jahren Schlitten gefahren sind – diesen Winter das erste Mal mit Schlittengeschirr. Die Jahre zuvor haben wir gebastelt…

    Ein Loch in der Kasse

    Da das Training auch im Februar größtenteils, im wahrsten Sinne des Wortes, auf Eis lag, mussten die Reitkurse in den Winterferien leider ausfallen. Und hier möchte ich ganz offen sein: Das hat ein spürbares Loch in die Kasse gerissen.

    Die Winterreitkurse sind für mich ein wichtiger Umsatzfaktor – besonders, weil im Januar viele laufende Kosten wie Versicherungen anfallen. Dieser Umsatz hat komplett gefehlt.

    Also war Kreativität gefragt. Ich habe spontan entschieden, meine Reitschüler zu einem Schlittennachmittag mit Paulchen einzuladen , ganz unkompliziert an einem Dienstagnachmittag. Und die Resonanz war riesig. Für viele Kinder war es das erste Mal, mit einem Pony Schlitten zu fahren. Es war ein Nachmittag voller strahlender Kinderaugen.

    Und ich? Ich war einfach nur unfassbar stolz auf mein Pony.

    Was sonst noch so los war

    ✔️ Dauerfrost und ganz viel Schnee machen das Offenstallleben schwer (festgefrorene Kackhaufen und so)

    ✔️Meine persönliche Stalldienst Challenge: bei -5 Grad mit 3 Kindern alleine im Stall (und den Stalldienst machen)

    ✔️Trainingsstart mit Krümel (Putzen, kleine Führübungen im Schnee)

    ✔️Stangenlehrgang in Rostock

    ✔️Keks wird 23 Jahre alt

    ✔️Baumpflegearbeiten im Stall

    Februar Recap 2026

    Ich habe viele Pläne – und zu wenig Zeit

    Jetzt, wo es langsam wieder wärmer wird, starten auch die ersten Projekte für dieses Jahr. Im Stall stehen einige Optimierungen an: Von einer Kräuterbar für die Pferde bis hin zu einer schöneren Begrünung rund um den Offenstall.

    Außerdem wird zu Ostern mein Kartenset „Raus aus dem Trott – 30 Trainingsideen für dich und dein Pferd“ als digitale Version erscheinen. Eine Printversion ist ebenfalls geplant.

    Aber du kennst das: Gut Ding will Weile haben.

    Januar Recap 2026: Winterwonderland und ganz viel Improvisation

    Januar Recap 2026: Winterwonderland und ganz viel Improvisation

    Dieser Beitrag enthält unbeauftragte Werbung.

    Nun ist Anfang Februar. Ich schaue aus dem Fenster: Es schneit. Es ist windig. Es ist kalt. Anfang Januar hatten wir, für norddeutsche Verhältnisse, unglaublich viel Schnee. Darüber haben wir uns riesig gefreut und sind mit unserem Shetty und den Kindern Schlitten gefahren. Zu diesem Zeitpunkt ahnte ich noch nicht, dass wir einen richtigen Winter bekommen würden und welche Herausforderungen damit auf mich zurollen sollten.

    Highlight des Monats

    Über den vielen Schnee Anfang Januar haben wir uns alle sehr gefreut. Endlich lag mal wieder genug Schnee, um mit dem Pony Schlitten zu fahren. Genau genommen war es sogar so viel, dass Paulchen zeitweise echte Mühe hatte, den Schlitten samt Kindern durch die weißen Massen zu ziehen.

    Der Schnee blieb gute zwei Wochen liegen und wir waren tatsächlich mehrmals unterwegs. Für die Kinder und auch für mich ein echtes Highlight.

    Januar Recap 2026

    Fuck-up des Monats

    Nach dem ersten Schnee wurde es wieder wärmer, der Schnee taute und ich dachte: Gut, das war’s dann wohl mit dem Winter. Aber da habe ich mich mächtig getäuscht.

    Kurz darauf rollte die nächste Kältewelle an, wochenlanger Dauerfrost. Falls du dein Pferd im Offenstall stehen hast, weißt du, was das bedeutet. Um überhaupt abmisten zu können, musst du die Pferdeäpfel erst losehacken. Welch Vergnügen bei –10 Grad.

    Bei mir kam noch dazu, dass unser Mistanhänger nicht mehr abgeholt werden konnte, weil der Mist schlichtweg auf dem Anhänger festgefroren war. Also habe ich einen provisorischen Misthaufen vor dem Stall angelegt, der inzwischen ebenfalls an seine Grenzen kommt.

    Um auch etwas Positives zu nennen: Unsere beheizte Pferdetränke hält tapfer durch.

    Pferdemoment des Monats

    Gab es einen? Ich bin mir nicht sicher. Eigentlich war ich den ganzen Januar mit Überleben und Improvisieren beschäftigt. Vielleicht halten wir einfach fest, dass bisher alle Pferde gut durch den Winter gekommen sind. Das ist definitiv ein Erfolg.

    Januar Recap 2026

    Trainermoment des Monats

    Pünktlich am 1. Januar 2026 startete meine „Ride into 2026“-Challenge. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bekamen den gesamten Januar jeden Morgen eine E-Mail von mir, mit einem Trainingsimpuls für ihr Pferd oder für sich selbst.

    Dabei ging es in keiner Weise darum, sich mit anderen zu messen, sondern darum, in der Winterzeit ein abwechslungsreiches und sinnvolles Training zu gestalten.

    Einigen ging es am Ende ähnlich wie mir: zu viel Schnee und an Reiten war nicht zu denken. Das war aber überhaupt kein Problem, denn die Aufgaben waren so konzipiert, dass man sie entweder am Stück absolvieren oder sich später aus einem entstandenen Aufgabenpool bedienen konnte.

    Wir waren knapp 100 Teilnehmende und das Feedback war ehrlich überwältigend:

    Andrea schrieb: „Hallo, Danke für diese Challenge! Ich habe mich jeden Tag auf deine Mail gefreut. Wetterbedingt wurden wir auch ausgebremst, trotzdem haben wir vieles ausprobiert. So etwas kostenfrei zu erhalten, ist außergewöhnlich – danke für die Impulse und dein Engagement!“

    Judith schrieb: „Hallo Claudia, finde die Challenge mega spannend. Mit dem Umsetzen mit unseren Pferden muss ich noch warten bis besseres Wetter ist. Aber deine Ideen sind super. Werde mit Sicherheit in meinen Reitstunden einiges davon umsetzen. Ich bin auch viel als Bodenarbeitstrainerin unterwegs, aber die Übung mit dem Schenkelweichen habe ich noch nie mit einer Stangengasse versucht. Danke für deine Ideen.“

    Kleine und große Projekte des Monats

    ✔️ Überleben und Improvirsieren

    ✔️ Statt Reiten, ganz viel Equikinetik, oder Schneequi

    ✔️ Schlittenfahren mit Paulchen

    ✔️ „Ride into 2026“ Challenge

    Januar Recap 2026
    Januar Recap 2026

    Trainingstipp des Monats

    Einen direkten Trainingstipp habe ich diesen Monat nicht für dich. Dafür bin ich über den Newsletter von Katharina Möller und Claudia Weingand (Delightful Riding by OsteoDressage) auf ein ganz tolles Poster aufmerksam geworden.

    Das Poster „Zeichen für Reiten, wie es Pferde lieben“ zeigt eindrucksvoll, woran du erkennst, ob sich ein Pferd unter dem Reiter wohlfühlt. Ich finde es sehr gelungen – schau es dir gern selbst an: Poster „Zeichen für Reiten, wie es Pferde lieben“

    Links des Monats

    Zum Weiterlesen: Die Dezember Blogbeiträge
    Dezember Recap 2025: Das Revival des Weihnachtsausritts
    Der richtige Sitz beim Reiten und die Hintergründe einfach erklärt

    Persönliche Herausforderungen des Monats

    Definitiv die Challenge.

    Ein vorbereiteter Mensch hat zum Challenge-Start mindestens die Hälfte der Mails schon formuliert und geplant. Menschen wie ich machen das spontan. Natürlich hatte ich grob im Kopf, welche Trainingsimpulse es geben sollte, aber die Ausformulierung habe ich tatsächlich immer erst am Tag vorher erledigt.

    Selbst als mein Sohn wegen Grippe für eine Nacht ins Krankenhaus musste, habe ich die Mails nicht vorgeplant, sondern den Laptop einfach mitgenommen. Bin ich nun eine Rabenmutter? Ich denke nicht. Ich war bei ihm, habe gearbeitet, während er geschlafen hat, und war für ihn da, wenn er wach war.

    Ausblick auf den nächsten Monat

    Zwei Fragen werde ich im kommenden Monat beantworten: Was ist mit den Mini-Reitkursen in den Winterferien passiert?
    Und wer ist das neue Familienmitglied? Und vielleicht kann ich dann auch schon mehr dazu sagen: Wann kommt endlich der Frühling, den wir uns alle so sehr wünschen?

    Dezember Recap 2025: Das Revival des Weihnachtsausritts

    Dezember Recap 2025: Das Revival des Weihnachtsausritts

    Der Dezember fühlt sich für mich jedes Jahr ein bisschen an wie ein Spagat zwischen Jahresabschluss und Neuanfang. Zwischen Lichterketten, gefrorenem Boden, Stallalltag und Familienzeit. Ein Monat, der leise ist und gleichzeitig voll mit Momenten, die bleiben, und Gedanken, die schon ins nächste Jahr reichen.

    Highlight des Monats

    Bevor ich Kinder hatte, gab es an Heiligabend einen festen Termin: den Weihnachtsausritt. Am Vormittag, bevor Familienzeit und große Esserei begannen, ein paar schöne Stunden im Stall mit den Pferden verbringen.

    Die letzten Jahre habe ich mir zwar die Stallzeit an Heiligabend nie nehmen lassen, aber ohne den obligatorischen Weihnachtsausritt. Denn seit Jahren mache ich an diesem Tag den Stalldienst und das durchaus auch mit Kind und Kegel.

    Dieses Jahr habe ich den Termin ganz bewusst fest in den Kalender eingetragen. Und damit es auch ja keine Ausreden gibt, habe ich mich direkt mit einer Einstellerin verabredet. Und so machten wir uns an Heiligabend, bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und eisigem Wind, auf zu einem Weihnachtsausritt.

    Meinem Weihnachtsausritt.

    Für dieses Jahr steht der Termin übrigens schon im Kalender: 24.12.2026 Weihnachtsausritt.

    Dezember Recap 2025

    Fuck-up des Monats

    Im Dezember blieb ich glücklicherweise von größeren Katastrophen verschont. Keine bösen Überraschungen, keine echten Tiefschläge. Natürlich lief nicht alles perfekt, aber manchmal ist es schon ein Erfolg für sich, wenn ein Monat einfach ruhig und stabil verläuft und genau so durfte sich der Dezember anfühlen.

    Pferdemoment des Monats

    Ich finde es ja eigentlich ziemlich kitschig , aber es gibt sie wirklich: diese „once-in-a-lifetime“-Pferde.
    Bei mir ist das ohne jeden Zweifel Keks. Salopp gesagt: Ohne ihn wäre ich heute nicht da, wo ich bin. Ohne ihn gäbe es keinen Aktivlernstall Pferdeglück. Ohne ihn gäbe es nicht einmal diese Webseite. Denn – das wissen wahrscheinlich nur noch die wenigsten – sie begann einmal als klassischer Blog im Tagebuchformat. Damals schrieb ich über meine Herausforderungen mit Keks und meine Herangehensweise an bestimmte Themen.

    Das ist inzwischen über zehn Jahre her. Keks wird dieses Jahr 23 Jahre alt.
    Kannst du dir vorstellen, welches Pferd ich zum Weihnachtsausritt mitgenommen habe?
    Natürlich meinen Keksi.

    Und ich wünsche mir von Herzen, dass wir noch ganz viele Weihnachtsausritte zusammen erleben dürfen.

    Trainermoment des Monats

    Im Dezember habe ich bei Möppi den Fokus etwas stärker auf das Springen gelegt. Möppi ist dabei eigentlich eine sichere Bank, denn er springt immer. Und zwar wirklich immer. Leider passt es dabei nicht immer, und er neigt dazu, über Sprünge von gerade einmal 50 cm riesige Sätze zu machen.

    In den Wochen zuvor hatte ich bereits viel mit Vorlegestangen gearbeitet. Im Dezember habe ich dann meist nur einen einzelnen Sprung als Kreuz aufgebaut. Das Ziel war klar: Rhythmus finden und passende Distanzen reiten.

    Und was soll ich sagen?

    Das intensive Training – sowohl durch mich als auch im Rahmen der Reitstunden – hat sich gelohnt. Von zahlreichen Sprüngen waren nur zwei wirklich unpassend. Die meisten waren von der Distanz her stimmig, im Fluss und mit einem richtig guten Gefühl über dem Sprung.

    Kleine und große Projekte des Monats

    ✔️ ganz viel weihnachtliche Stangenarbeit im Rahmen der Reitstunden

    ✔️ erste Heulieferung von der hofansässigen Landwirtschaft (zuvor hatte ich das Heu extern zugekauft)

    ✔️ Adventsreiten mit den Bambinis

    ✔️ Ausritt am 1. Weihnachtstag mit den Kindern

    ✔️ Hangtraining, als die Wiesen gefroren waren

    ✔️ Sprung ins neue Jahr

    ✔️ ganz viel Equikinetic, um die Pferde über den Winter fit zu halten

    ✔️ Weihnachtsfeier im Stall

    Dezember Recap 2025
    Dezember Recap 2025

    Trainingstipp des Monats

    In diesem Monat möchte ich dir eine Übung vorstellen, die ich auch mit Möppi genutzt habe, um Rhythmus- und Distanzgefühl zu schulen.

    Platziere dafür auf den langen Seiten – auf dem dritten Hufschlag – idealerweise Cavalettis oder kleine Sprünge. Alternativ reicht auch eine einzelne Bodenstange, je nach Ausbildungsstand von dir und deinem Pferd.

    Nachdem dein Pferd aufgewärmt ist, startest du auf der ganzen Bahn:

    • Galopparbeit auf der ganzen Bahn ohne Cavalettis
    • Galopparbeit auf der halben Bahn mit dem Cavaletti bei X
    • Galopp ganze Bahn und Überwinden der Cavalettis
    • Verkürze die Galoppsprünge in der größeren Distanz (z. B. statt fünf nun sechs Sprünge)
    • Vergrößere die Galoppsprünge in der größeren Distanz (z. B. statt fünf nun vier Sprünge)
    • Nutze das Cavaletti bei X für den Handwechsel
    Dezember Recap 2025

    Praxistipps:
    Zähle die Galoppsprünge laut mit, denn das hilft enorm, den Rhythmus zu finden. Verkürze die Galoppsprünge nicht, indem du am Zügel ziehst, sondern arbeite stattdessen über deinen Sitz. Beim Handwechsel über X stelle dein Pferd bewusst um und sortiere Gewicht und Schenkel neu. Wenn es mit dem Umspringen in den richtigen Galopp noch nicht klappt, korrigiere den Galopp über den Trab und gönne deinem Pferd zwischen den Übungsteilen ausreichend Pausen.

    Links des Monats

    Zum Weiterlesen: Die Dezember Blogbeiträge
    Weihnachtliche Stangenarbeit: 6 Aufbauideen mit Übungen
    November Recap 2025: Ruhe kehrt ein

    Persönliche Herausforderung des Monats

    Die wohl größte Herausforderung im Dezember ist für mich jedes Jahr die Weihnachtszeit. Mit einem eigenen Stall gibt es kein plötzliches „Urlaub machen“, wie es für viele andere selbstverständlich ist. Über Weihnachten waren die Kinder gut zwei Wochen komplett zu Hause und parallel dazu läuft die tägliche Stallarbeit ganz normal weiter.

    Ich kann dir sagen: Das ist jedes Jahr ein echter Spagat. Einer, den ich aber von Herzen gerne mache, weil ich liebe, was ich tue. Und so klingelte auch über Weihnachten bei mir um 6 Uhr der Wecker, ich erledigte vormittags die Arbeiten im Stall und nachmittags blieb dann genug Zeit für meine Familie.

    Dezember Recap 2025