Nach einem Februar voller Schnee, Frost und Zwangspause kam im März endlich Bewegung zurück in den Stallalltag. Die ersten warmen Tage fühlten sich fast ein bisschen wie ein Neustart an. Die Pferde standen wieder länger in der Sonne, die Reitkids kamen zurück in den Stall und plötzlich war da wieder Leben auf dem Reitplatz.
Nach fast acht Wochen wetterbedingter Pause hieß es allerdings erst einmal: langsam wieder antrainieren.
Zurück im Stallalltag
Nachdem uns der Februar temperaturtechnisch noch ordentlich in Schach gehalten hatte, ging es im März endlich bergauf. Es wurde wärmer, die Pferde sogten jeden Sonnenstrahl auf, und damit starteten auch die Reitkurse wieder.
Da die Pferde diesen Winter wetterbedingt eine fast achtwöchige Pause hatten, hieß es allerdings erst einmal: antrainieren.
Zum Weiterlesen:
11 Tipps für das Antrainieren deines Pferdes nach einer Pause
Da ich den Reitunterricht aber nicht noch länger pausieren lassen wollte, beschloss ich kurzerhand, das Antrainieren gemeinsam mit den Reitkids im Unterricht zu gestalten. Ein spannendes Thema, mit dem sich eigentlich jeder Pferdebesitzer auseinandersetzen sollte. Denn eine unfreiwillige Pause kann schneller entstehen, als einem lieb ist.

Auf diesen Moment habe ich sieben Jahre gewartet
Vor fast acht Jahren war ich das erste Mal schwanger. Über meine Erfahrungen als schwangeres Pferdemädchen habe ich damals sehr ausführlich berichtet und einige Jahre später sogar noch einen Kurs zu diesem Thema herausgebracht.
Zum Kurs:
Pferd und Schwangerschaft – Das wird fabelhaft!
Diese Erfahrungsberichte könnte ich dir auch heute noch genauso geben. Mittlerweile sind meine Kinder zwar 7, 5 und 2 Jahre alt, aber mit Kindern wird es eben nie langweilig.
Als Pferdemädchen habe ich mir natürlich immer gewünscht, irgendwann „Reitzeit“ mit meinen Kindern teilen zu können. Im März kam dann tatsächlich der Tag, auf den ich so lange gewartet habe. Meine große Tochter und ich fuhren gemeinsam in den Stall, putzten Keks und bereiteten ihn zusammen fürs Reiten vor. Janne führte Keks zum Reitplatz und ich half ihr beim Aufsteigen.
Ganz alleine ritt sie Keks im Schritt über den Reitplatz. Danach tauschten wir und ich bewegte Keks noch im Trab und Galopp. Zum Abschluss durfte Janne noch einmal traben und das Schrittreiten übernehmen. Für den einen oder anderen klingt das wahrscheinlich nach einer Kleinigkeit. Für mich war es allerdings ein ganz besonderer Moment.
Der nächste Meilenstein ist dann wohl, dass wir irgendwann gemeinsam ausreiten gehen.
Nein, wir haben nichts zu verbergen!
Mit den ersten Sonnenstrahlen zog es wieder mehr Besucher auf den Hof Medewege, zu dem auch der Aktivlernstall Pferdeglück gehört. Wir freuen uns grundsätzlich über jeden Besucher auf dem Hof – sei es im Café bei einem Stück Kuchen, im Hofladen oder als Zuschauer am Reitplatz.
Was mich allerdings schon seit Jahren stört, ist das Fotografieren und Filmen am Reitplatz. Nicht, weil wir etwas zu verbergen hätten. Nicht, weil wir Methoden anwenden, die den Pferden gegenüber unfair wären. Sondern weil wir alle, und insbesondere die Kinder, Persönlichkeitsrechte haben.
Ich finde es ehrlich gesagt unmöglich, dass Menschen heutzutage ständig einfach das Handy draufhalten müssen. Ich käme niemals auf die Idee, fremde Kinder ungefragt zu filmen oder zu fotografieren. Und da man so etwas einfach nicht macht, einige Menschen das aber offenbar doch nicht wissen, ziert nun ein neues Schild unseren Reitplatz.
Was sein muss, muss eben sein.

Was sonst noch so los war
✔️ Familiensonntage im Stall
✔️ erster Stalltag des Jahres mit dem Thema Geschicklichkeitsparcours
✔️ Trainingsbeginn mit meinem neuen Pferd Krümel (hierzu mehr im April Recap)
✔️ Finalisierung von „Raus aus dem Trott“, einem Impulsgeber für dein Training, der zu Ostern als digitale Version erscheint

Ausblick auf den April
Im April steht Ostern vor der Tür und ich freue mich schon sehr auf die Mädels aus Berlin, die jedes Jahr zum Reiten zu uns kommen. Außerdem werden wir die neue Koppelsaison vorbereiten. Die Zäune kontrollieren, die Pferde anweiden und alles frühlingsfit machen.
Und natürlich möchte ich das Training mit Krümel weiter vertiefen.





